Natursekt ist eine sexuelle Vorliebe für Urin. Urophile empfinden Urin oder das Urinieren als erotisch und luststeigernd. Auch Urophagie, also Lustgewinn durch orale Aufnahme, kann damit verbunden sein.Natursekt in der psychiatrischen Verwendung des Wortes ist eine Paraphilie. Notwendige Voraussetzung für die Einordnung als Paraphilie ist aber, dass der Betroffene darunter leidet und oder eine andere Person dabei Schaden nimmt, so dass man sie als behandlungsbedürftige Störung betrachtet. In diesem Fall wird Natursekt von manchen Experten als besondere Form des sexuellen Fetischismus bezeichnet, was in der Sexualwissenschaft und der Psychiatrie aber umstritten ist. Umgangssprachlich wird oft auch die nicht-pathologische Vorliebe, Urin in sexuelle Spiele einzubauen, als Natursekt bezeichnet. Um Verwechslung mit dem psychiatrischen Begriff zu vermeiden – und weil es weniger klinisch klingt – sind dafür in der entsprechenden Szene die Bezeichnungen „Natursekt“, „Watersports“, „Pissing“, „Golden Shower“, „Golden-Waterfalls“ und „Wet-Games“ verbreitet. Es handelt sich dabei um eine harmlose und nicht behandlungsbedürftige, variantenreiche sexuelle Spielart. Sie hat biologische Grundlagen, wie bei vielen Säugetieren bekanntProblematisch bis pathologisch wird sie wie bei allen sexuellen Spezialitäten hauptsächlich, wenn Betroffene sich für ihre Bedürfnisse schämen.Wie praktisch alle Praktiken kann auch Urophilie im Rahmen von BDSM ausgeübt werden, dies muss aber keineswegs zwangsläufig der Fall sein. In BDSM wird Urin häufig eingesetzt, um den devoten Partner zu erniedrigen, in vielen Fällen bezieht der BDSMler die Befriedigung dabei aus der Demütigung. Eine rein „technische“ Abgrenzung zwischen „Belohnung“ im Sinn von Urophilie und „Demütigung“ im Sinn von BDSM fällt schwer, da sich beide Praktiken in vielen Fällen überschneiden. Eine weitere Variante im Bereich der BDSM ist die beim passiv-devoten Partner herbeigeführte Harnverhaltung bzw. die Kontrolle der entsprechenden Exkretion
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Was die Öko-Freaks aber nicht erst groß herausstellen mußten, weil er sich schon vorher unter Kennern größter Beliebtheit erfreute, ist der sogenannte "Natursekt". Ein recht drolliger Ausdruck, wenn man bedenkt, daß die einzige Gemeinsamkeit diesers Gesöffs zum ordinären "Kunstsekt" in der Färbung besteht. Der Alkoholgehat ist dagegen gleich Null und der Geschmack auch nicht gerade ähnlich - es handelt sich nämlich schlichtweg um eine dezente Umschreibung für Pisse! Ja, Pipi, Harn, Urin etc. ist gemeint ! Da "Natursekt" gern mit "NS" abgekürzt wird und dieses Kürzel auch und gerade im nichtdeutschsprachigen Raum an wesentlich weniger amüsante Vorkommnisse erinnert, habe ich es hier allerdings nur sparsam verwendet. Im amerikanischen Sprachraum finden sich wesentlich nettere Ausdrücke wie "Wassersport" (watersports), was sich dann aufteilt in "Einläufe" (enemas, nicht Thema dieser Seiten) und "Golden Showers". Diese "Goldenen Duschen" lassen jedem Fan wohlige Schauer über Rücken, Bauch und andere dem warmen Regen ausgesetzte Körperteile laufen. Wer in "Meyer's großem Lexikon" blättert, wird schließlich noch auf den medizinisch-trockenen und völlig unbekannten Ausdruck "Harnerotik" stoßen. Den Natursekt wirklich zu trinken (also nicht nur dran zu nippen und mal den Mund voll zu nehmen), findet eher im Rahmen von Dominanzspielen Anklang. Doch kann das Pinkeln auch so eine geile Sache sein, wie jeder, der in angesoffenem oder leicht erregtem Zustand mal "mußte", bestätigen kann. Dies widerstrebt allen uns anerzogenen Hygieneregeln, ist aber nun mal nicht zu ändern: Der Mensch stammt von den Tieren ab, und diesen macht es nicht nur viel Spaß, ihr Geschäft zu verrichten, nein, es hat sogar ganz direkte sexuelle Bezüge ! So markieren bekanntlich Hunde und Kater ihre Reviere mit "Duftmarken", die potentiellen Konkurrenten anzeigen sollen, daß hier gefälligst nichts mehr zu holen ist. Ebenso werden die Hündinnen und Katzen beim Erschnuppern des eigentlich doch eher abartigen Geruchs total scharf. Ursache sind dem gelben Saft beigemengte Sexuallockstoffe. Etwas direkter treiben es dagegen die immer wieder gerne als Beispiel für großen Fortplanzungswillen herangezogenen Hasen und Karnickel: Hier besprüht das Männchen vor der Kopulation das Weibchen direkt mit seinem dafür ohne Zweifel gut geeigneten Organ mit etwas von diesem ganz speziellen gelben Parfum. Und das sicherlich nicht nur, damit ihm während der Vollendung des so begonnenen Werkes kein anderer Häserich "dazwischenfunkt". Noch typischer sind exotische Tierchen wie Ozelote, die ihr Pißorgan für derartige Aktionen sogar schraubenförmig aufwickeln können, um höhere Reichweiten zu erzielen - Wände und Decken von Ozelotbesitzern sind an ihrem speziellen gelblichen Fleckenmuster unverkennbar... :-) Kleine Kinder pinkeln sich noch mit sichtlichem Wohlgefühl in die Höschen, wovon jede Mutter ein Leid singen kann. Auch regelrechte Pißwettbewerbe werden in dieser Altersklasse gerne veranstaltet, auch schauen kleine Mädchen den Jungen und kleine Jungen den Mädchen beim Wasserlassen sehr gerne zu, und das nicht nur wegen des "kleine Unterschiedes". Mit dem Alter lernen die Kleinen dann, daß das "Igitt" und "Pfui" ist. Doch sind die Empfindungen beim Wasserlassen denjenigen bei der Ejakulation beim Mann oder dem Gefühl kurz vor dem Orgasmus bei der jungen (und auch alten) Dame so verdammt ähnlich, daß schon viele Menschenkinder beim Pissen auf den Geschmack der Onanie gekommen sind. Die wenigsten gehen später soweit, ihren Freund oder ihre Freundin mit "Duftmarken" zu versehen oder ihm/ihr ins Haar oder ins Bett zu pinkeln. Ganz ohne Zweifel bringt das ja unter Umständen ganz schön viel Ärger ein, ja, man liest in der Boulevardpresse sogar regelmäßig von Frauen, die wegen Befeuchtungsgelüsten von ihrem derart beglückten Partner kurzerhand abgemurkst wurden. Ein späteres "sie hat mir ins Bett gepinkelt" vor dem Strafrichter stößt dann zwar meist auf Erstaunen, aber auch auf volles Verständis: "Das muß ja eine alte Sau gewesen sein". Und dabei wollte die Arme doch nur endlich mal ihre sexuellen Bedürfnisse erfüllen! :-( Wer sich derartige Gelüste aber erst einmal eingestanden hat, wird sie meist auch sein ganzes Leben lang nicht mehr los. Bücher von den sexuellen Wunschträumen und Phantasien beider Geschlechter "schwimmen" nur in Träumen von Männern und Frauen, die durch welches böse Geschick auch immer in echte "Nöte" gebracht werden (wer traut sich in unserer zivilisierten Gesellschaft schließlich noch, einfach auf offener Straße das Höschen runterzulassen, wenn kein richtiges WC in Sicht ist?), und sich mit mehr oder weniger gemischten Gefühlen dezent und unter stark zischendem Geräusch in die Hose oder irgendwelche sonst nicht so ganz dafür eingerichteten Gefäße erleichtern. Auch bleibt zu bedenken, daß auf jeder wirklich gelungenen Party garantiert irgendwann irgendein ganz besonders hinterhältiger Mitmensch den Kloschlüssel verschwinden läßt und sich später unerkannt an den - zumindest bei den Damen meist unvermeidlichen - Pannen und Überschwemmungen ergötzt, die er so provoziert.