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Als Fetischismus wird im Bereich der Sexualität die Fixierung auf meist unbelebte Gegenstände, aber auch auf Körperteile (z. B. Füße, Brüste, die Pobacken) als der so genannte Fetisch bezeichnet. Dieser dient als Stimulanz oder als Ersatzobjekt für den gewöhnlichen Sexualakt mit Partner, der aber das primäre Objekt des Begehrens bleibt. Im Detail weichen die Definitionen des Begriffs stark von einander ab. Die Unterschiede betreffen insbesondere die Frage, ob Fetischismus eine gleichberechtigte Vorliebe oder eine zu behandelnde Störung sei. Außerdem unterscheiden sich die Definitionen in der Frage, ob Fetischismus nur dann vorliegt, wenn die Fixierung auf einen Gegenstand die wichtigste oder einzige Quelle sexueller Erregung darstellt, oder ob er auch dann vorliegt, wenn Fetischismus eine unter mehreren Präferenzen darstellt. Der Begriff Fetischismus wird in verschiedenen Kontexten in unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht: Dabei gibt es z.T. erhebliche Unterschiede zwischen dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes, dem Begriff in der Sprache der Fetischszene und dem medizinisch-psychologischen In weiten Teilen der psychologisch-medizinischen Fachwelt wird eine Sexualpäferenz auf unbelebte Gegenstände in der Regel nicht mehr als Krankheit oder behandlungsbedürftige Störung betrachtet. Der Begriff Fetischismus wird nur in den Fällen verwendet, in denen die Sexualpräferenz auf unbelebte Gegenstände als behandlungsbedürftig erachtet wird. Das ist nur dann der Fall, wenn über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten entsprechende sexuelle Fantasien oder dranghafte Verhaltensweisen auftreten und der Betroffene darunter leidet und in mehreren Funktionsbereichen eingeschränkt wird oder eine andere Person dabei Schaden nimmt. Erst damit wird (laut ICD-10; Schlüssel F65.0) von einer (behandlungsbedürftigen) Unterform einer Störung der Sexualpräferenz bzw. (nach DSM-IV; Schlüssel 302.81) von einer Paraphilie gesprochen. Der Begriff Fetischismus bezeichnet also in diesem Kontext nur eine zu behandelnde Störung. Die nicht zu behandelnde Fixierung auf unbelebte Gegenstände wird nicht von dem Terminus Fetischismus abgedeckt.Prinzipiell kann jeder Gegenstand zum Fetisch werden, nicht aber ein Objekt, das schon von vornherein als Sexspielzeug für den Gebrauch beim Sexualakt bestimmt ist, wie beispielsweise ein Dildo oder Vibrator. Einige Arten von Gegenständen tauchen besonders häufig als Fetische auf, z.B. Kleidungsstücke. Kleidungsstücke, die im Bereich Erotik Bedeutung haben, müssen keine Fetische sein, sie können (wie beispielsweise Reizwäsche oder die Schamkapsel) auch nur Mittel sein, die erotischen Bereiche des Körpers besonders hervorzuheben und zur Schau zu stellen.Manche Forscher kategorisieren Fetische danach, ob sie aufgrund ihrer Form (form fetish) oder ihres Materials (media fetish) ansprechend wirken[7]. Mehrfach-Fetische sind nicht ungewöhnlich.Fetische sind immer sehr individuell ausgeprägt; selbst wenn zwei Fetischisten dieselbe Art von Objekten bevorzugen, bedeutet das noch nicht, dass sie von denselben Gegenständen erregt werden oder die Neigung des anderen nachvollziehen können. Nur wenn ein Gegenstand die vom Fetischisten bevorzugte äußere Erscheinung hat, wirkt er tatsächlich als Fetisch. So wirken beispielsweise auf manche Sockenfetischisten nur weiße Tennissocken, während sich andere nur von grauen Kniestrümpfen in den Bann gezogen fühlen.Viele Fetische sind untrennbar mit ihrer Anwendung verbunden. Kleider etwa wirken meist nur dann erotisierend, wenn sie am fremden Körper betrachtet oder am eigenen getragen werden. Maßgeblich für den Fetischismus ist jedoch, dass der Fetischist seine sexuelle Lust tatsächlich aus dem Gegenstand und nicht der anderen Person bezieht. Häufig scheinen Fetische ihre sexuelle Anziehungskraft erst dadurch zu erhalten, dass sie mit einem bestimmten Szenario in Verbindung gebracht werden. Dabei übertragen sich Eigenschaften der Umgebung auf den Gegenstand selbst. Beispielsweise nimmt man an, dass Schuluniformen vor allem deshalb zum Fetisch werden, weil sie den Stereotyp des jungen Schulmädchens repräsentieren.Fetische können sich im Laufe der Zeit verändern. Dabei wird entweder der vorhandene Fetisch abgewandelt oder es kommen weitere Fetische hinzu; ein dauerhafter Rückgang des Fetischismus ohne äußere Einflüsse kommt in aller Regel nicht vor. Gelegentlich können äußere Ursachen für eine solche Änderung benannt werden, im Allgemeinen ist dies jedoch nicht der Fall.
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Die am häufigsten anzutreffenden Fetische sind Kleidungsstücke wie Schuhe, Gummistiefel (Schuhfetischismus), Strümpfe, Strumpfhosen, Unterwäsche, Schürzen, Lederkleidung, Sportbekleidung, Regenbekleidung, Badebekleidung, Jacken, Kopfbedeckungen, Windeln, Uniformen, Brillen und Piercings. Nicht selten beschränkt sich der Fetisch auf ein einziges Modell oder ein konkretes Exemplar. Entscheidend kann auch sein, ob die Kleidung getragen wurde oder wer der Vorbesitzer war.
Fetische, die keine Kleidungsstücke sind, scheinen weniger verbreitet zu sein. Meist handelt es sich um kleiderergänzende Objekte wie Militärorden, kleiderähnliche Objekte wie Gipsverbände (Gipsfetischismus) oder künstliche Gliedmaßen wie Prothesen oder auch Rollstühle. Ferner können Rauchinstrumente wie Zigarette und Tabakspfeife sowie das Rauchen als Tätigkeit ansprechend wirken (Rauchfetischismus).Bei vielen Gegenstandsfetischen ist das Material des Gegenstands entscheidend. Dies geht soweit, dass der Gegenstand austauschbar wird, solange nur das Material dasselbe bleibt; man spricht in diesem Fall auch von Materialfetischismus. Typische bevorzugte Materialien sind Stoffe wie Leder, PVC-beschichtete Stoffe („Lack“), Pelze, Wolle, Mohair, Seide, Jeans, Nylon, Satin, Lycra und Kunststoffe wie Latex und Gummi. Ferner können auch aufblasbare Objekte aufgrund ihrer Kunststoffhülle und ihrer Eigenart, platzen zu können, einen besonderen Reiz ausüben (Luftballonfetisch). Auch Körperteile wie z. B. Füße, Beine, Pobacken, Busen, Achselhöhlen oder Ohren können Fetische sein.












Als Fetischismus wird im Bereich der Sexualität die Fixierung auf meist unbelebte Gegenstände, aber auch auf Körperteile (z. B. Füße, Brüste, die Pobacken) als der so genannte Fetisch bezeichnet. Dieser dient als Stimulanz oder als Ersatzobjekt für den gewöhnlichen Sexualakt mit Partner, der aber das primäre Objekt des Begehrens bleibt. Im Detail weichen die Definitionen des Begriffs stark von einander ab. Die Unterschiede betreffen insbesondere die Frage, ob Fetischismus eine gleichberechtigte Vorliebe oder eine zu behandelnde Störung sei. Außerdem unterscheiden sich die Definitionen in der Frage, ob Fetischismus nur dann vorliegt, wenn die Fixierung auf einen Gegenstand die wichtigste oder einzige Quelle sexueller Erregung darstellt, oder ob er auch dann vorliegt, wenn Fetischismus eine unter mehreren Präferenzen darstellt. Der Begriff Fetischismus wird in verschiedenen Kontexten in unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht: Dabei gibt es z.T. erhebliche Unterschiede zwischen dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes, dem Begriff in der Sprache der Fetischszene und dem medizinisch-psychologischen In weiten Teilen der psychologisch-medizinischen Fachwelt wird eine Sexualpäferenz auf unbelebte Gegenstände in der Regel nicht mehr als Krankheit oder behandlungsbedürftige Störung betrachtet. Der Begriff Fetischismus wird nur in den Fällen verwendet, in denen die Sexualpräferenz auf unbelebte Gegenstände als behandlungsbedürftig erachtet wird. Das ist nur dann der Fall, wenn über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten entsprechende sexuelle Fantasien oder dranghafte Verhaltensweisen auftreten und der Betroffene darunter leidet und in mehreren Funktionsbereichen eingeschränkt wird oder eine andere Person dabei Schaden nimmt. Erst damit wird (laut ICD-10; Schlüssel F65.0) von einer (behandlungsbedürftigen) Unterform einer Störung der Sexualpräferenz bzw. (nach DSM-IV; Schlüssel 302.81) von einer Paraphilie gesprochen. Der Begriff Fetischismus bezeichnet also in diesem Kontext nur eine zu behandelnde Störung. Die nicht zu behandelnde Fixierung auf unbelebte Gegenstände wird nicht von dem Terminus Fetischismus abgedeckt.Prinzipiell kann jeder Gegenstand zum Fetisch werden, nicht aber ein Objekt, das schon von vornherein als Sexspielzeug für den Gebrauch beim Sexualakt bestimmt ist, wie beispielsweise ein Dildo oder Vibrator. Einige Arten von Gegenständen tauchen besonders häufig als Fetische auf, z.B. Kleidungsstücke. Kleidungsstücke, die im Bereich Erotik Bedeutung haben, müssen keine Fetische sein, sie können (wie beispielsweise Reizwäsche oder die Schamkapsel) auch nur Mittel sein, die erotischen Bereiche des Körpers besonders hervorzuheben und zur Schau zu stellen.Manche Forscher kategorisieren Fetische danach, ob sie aufgrund ihrer Form (form fetish) oder ihres Materials (media fetish) ansprechend wirken[7]. Mehrfach-Fetische sind nicht ungewöhnlich.Fetische sind immer sehr individuell ausgeprägt; selbst wenn zwei Fetischisten dieselbe Art von Objekten bevorzugen, bedeutet das noch nicht, dass sie von denselben Gegenständen erregt werden oder die Neigung des anderen nachvollziehen können. Nur wenn ein Gegenstand die vom Fetischisten bevorzugte äußere Erscheinung hat, wirkt er tatsächlich als Fetisch. So wirken beispielsweise auf manche Sockenfetischisten nur weiße Tennissocken, während sich andere nur von grauen Kniestrümpfen in den Bann gezogen fühlen.Viele Fetische sind untrennbar mit ihrer Anwendung verbunden. Kleider etwa wirken meist nur dann erotisierend, wenn sie am fremden Körper betrachtet oder am eigenen getragen werden. Maßgeblich für den Fetischismus ist jedoch, dass der Fetischist seine sexuelle Lust tatsächlich aus dem Gegenstand und nicht der anderen Person bezieht. Häufig scheinen Fetische ihre sexuelle Anziehungskraft erst dadurch zu erhalten, dass sie mit einem bestimmten Szenario in Verbindung gebracht werden. Dabei übertragen sich Eigenschaften der Umgebung auf den Gegenstand selbst. Beispielsweise nimmt man an, dass Schuluniformen vor allem deshalb zum Fetisch werden, weil sie den Stereotyp des jungen Schulmädchens repräsentieren.Fetische können sich im Laufe der Zeit verändern. Dabei wird entweder der vorhandene Fetisch abgewandelt oder es kommen weitere Fetische hinzu; ein dauerhafter Rückgang des Fetischismus ohne äußere Einflüsse kommt in aller Regel nicht vor. Gelegentlich können äußere Ursachen für eine solche Änderung benannt werden, im Allgemeinen ist dies jedoch nicht der Fall. Die am häufigsten anzutreffenden Fetische sind Kleidungsstücke wie Schuhe, Gummistiefel (Schuhfetischismus), Strümpfe, Strumpfhosen, Unterwäsche, Schürzen, Lederkleidung, Sportbekleidung, Regenbekleidung, Badebekleidung, Jacken, Kopfbedeckungen, Windeln, Uniformen, Brillen und Piercings. Nicht selten beschränkt sich der Fetisch auf ein einziges Modell oder ein konkretes Exemplar. Entscheidend kann auch sein, ob die Kleidung getragen wurde oder wer der Vorbesitzer war. Fetische, die keine Kleidungsstücke sind, scheinen weniger verbreitet zu sein. Meist handelt es sich um kleiderergänzende Objekte wie Militärorden, kleiderähnliche Objekte wie Gipsverbände (Gipsfetischismus) oder künstliche Gliedmaßen wie Prothesen oder auch Rollstühle. Ferner können Rauchinstrumente wie Zigarette und Tabakspfeife sowie das Rauchen als Tätigkeit ansprechend wirken (Rauchfetischismus).Bei vielen Gegenstandsfetischen ist das Material des Gegenstands entscheidend. Dies geht soweit, dass der Gegenstand austauschbar wird, solange nur das Material dasselbe bleibt; man spricht in diesem Fall auch von Materialfetischismus. Typische bevorzugte Materialien sind Stoffe wie Leder, PVC-beschichtete Stoffe („Lack“), Pelze, Wolle, Mohair, Seide, Jeans, Nylon, Satin, Lycra und Kunststoffe wie Latex und Gummi. Ferner können auch aufblasbare Objekte aufgrund ihrer Kunststoffhülle und ihrer Eigenart, platzen zu können, einen besonderen Reiz ausüben (Luftballonfetisch). Auch Körperteile wie z. B. Füße, Beine, Pobacken, Busen, Achselhöhlen oder Ohren können Fetische sein.
Wir bedanken uns bei wikipedia für diese Informationen